Sie alle wollten leben…
Viele inhaftierte Frauen entgingen ihrer Ermordung oft nur knapp, zufällig oder durch die Hilfe anderer. Alle Frauen, die im Lager starben, erlitten einen gewaltsamen Tod voller Qualen und meist in Einsamkeit. Ihr Leben und ihre Einzigartigkeit, von den Nationalsozialisten absichtsvoll vernichtet, wird in der Erinnerung von Verwandten, FreundInnen und überlebenden Mithäftlingen aufbewahrt. Von wenigen Ermordeten, wie Käthe Leichter, sind Selbstzeugnisse überliefert. Viele andere Frauen starben, ohne Sichtbares zu hinterlassen.
Das Gedicht „An Meine Brüder“ von Käthe Leichter wurde von Viktoria Fila in Ravensbrück auswendig gelernt und blieb so erhalten. Die sozialistische Politikerin und Journalistin Käthe Leichter kam 1940 ins Lager Ravensbrück.
Sie wurde 1942 – weil sie Jüdin war – durch Giftgas ermordet.