Anna Gadol-Peczenik (1911–1945)
„Ich muss oft an sie denken, das war so eine lebenslustige Frau …“ Christine Berger-Wagner
„Eine ganz fantastische Frau ist das gewesen …
In Magdeburg im Lager, sind wir auf der Pritsche gesessen, am Abend und sie hat uns gesagt: „Madln, ziehts euch ordentlich an! Versuchts euch herzurichten, damit ihr net so gedrückt seid. Das deprimiert ja die andern, wenn eine so elend daherkommt. (…) Lassts euch ja net moralisch unterkriegn! Ihr werdets sehen, es wird alles gut gehn, der Krieg wird bald aus sein. Durchhalten!“
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Cilli Muchitsch
(Quelle: Berger/Holzinger/Podgornik/Trallori: Ich geb Dir einen Mantel, dass Du ihn noch in Freiheit tragen kannst, Wien 1987)
„Was wird aus uns werden, Anni?
Antwortete sie: „Bei mir ist das nur ein Wettrennen mit dem Tod.“ Schon lange Zeit bevor sie aufgerufen wurde, musste sie oft wegen Sabotage Strafe stehen. Ich werde nie vergessen, wenn die ganze Lagerstraße leer war … und nur allein Anni Peczenik stand Strafe. Anni Peczenik hat versucht zu flüchten, (…). Es ist ihr aber nicht gelungen.
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Christine Berger-Wagner, Schriftlicher Bericht, Leoben, 14. Mai 1965
(Quelle: DÖW)
„Eine Woche vor Weihnachten 1944 … (…), sagte Anni zu mir: „Christl, nun ist es aus mit mir … bleib weiter so brav und halte unsere Mädln zusammen. Diese Aufgabe musst jetzt du übernehmen.“ (…) Und bald darauf trug ein anderer Häftling das braune Kleid mit den weißen Tupfen.
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Christine Berger-Wagner, Schriftlicher Bericht, Leoben, 14. Mai 1965
(Quelle: DÖW)